Wie gelingt die Energiewende CO2-neutral? Ein Vortrag für Leute die’s wissen wollen

Artikel der OGL im Mitteilungsblatt vom 10.01.2019

 

Energiegewinnung mit Sonne und Wind trägt mittlerweile schon gut ein Viertel zum Energiemix in Deutschland bei, und das könnte noch viel mehr werden, denn die Energie der Sonne (die auch für das Strömen des Windes verantwortlich ist) kostet nichts und steht uns im Überfluss zur Verfügung. Auch die Technik zur Gewinnung dieser Energie wird dauernd verbessert  und ist bereits sehr effizient. Was die Energiewende zurzeit noch bremst, ist die Tatsache, dass die Sonne bei Nacht nicht scheint und im Winter weniger stark und dass auch der Wind mal stärker und mal schwächer weht je nach Jahreszeit und Region.

 

Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern kann eine Grundlast absichern, lässt sich aber auch nicht ohne weiteres nach Bedarf an- oder abschalten und blockiert dadurch wiederum die Stromleitungen für Solar- und Windenergie. Vor allem wird dabei jede Menge CO2 produziert.  Hinzu kommt noch das Transportproblem: Gegen neu zu verlegende Stromtrassen vom windreichen Norden zu den Industriebetrieben im Süden wehren sich vielerorts die Anwohner und die unterirdische Verlegung wird sehr teuer.

 

Eine längst bekannte, aber doch noch wenig angewandte Technologie könnte all diese Probleme dadurch lösen, dass regenerative Energie einfach gespeichert und transportiert werden kann.

 

Peter Grohmüller, den manche vielleicht als Gitarristen von Livin Desert kennen, daneben auch Technikfreak, kritischer Kommentator aktueller Politik, Querdenker und Visionär, wird uns diese Technologie vorstellen - im Rahmen unserer neuen Vortragsreihe „GRÜN INFORMIERT: Vorträge für Leute die’s wissen wollen“. Mehr soll zunächst nicht verraten werden. (WH)

 


 

Wollen wir wirklich (nur) wohnen?

Artikel der OGL im Mitteilungsblatt vom 17.01.2019

Die Initiative mit dem Namen „wir wollen wohnen“ hat einen Fragebogen an Verwaltung und Fraktionen verschickt, bei dem es wieder einmal um das Mittelgewann und um Bürgerbegehren geht, auch an unsere Fraktion. Da unsere Fraktion Teil des Gemeinderats ist und der Gemeinderat kein klassisches Parlament, sondern Teil der Verwaltung, werden wir erst einmal abwarten, wie unser Bürgermeister als Chef der Verwaltung und als Vorsitzender unseres Gemeinderats antworten will oder geantwortet hat. Bisher liegt uns nichts vor.

 

Vorab: Wir begrüßen, dass die Verfassung unseres Landes Bürgerbegehren vorsieht. Wir sind sehr stolz und sehr dankbar, dass Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde sich den Mühen eines Bürgerbegehrens ausgesetzt haben. Wir sind sehr froh und immer noch ein wenig überrascht, dass der Bürgerentscheid ein derart klares Ergebnis gebracht hat: für die Natur, für die Lebensqualität in unserer Gemeinde, für den ländlichen Charakter von Edingen-Neckarhausen, aber auch für die politische Lebendigkeit in unserer Gemeinde. Wir bewerten den Bürgerentscheid gerade beim Mittelgewann auch als eine Entlastung des Gemeinderats, da ja eine ganz ungewöhnlich hohe Zahl an Gemeinderäten bei der damaligen Entscheidung zum Bebauungsplan Mittelgewann wegen eigener Grundstücksinteressen befangen war, so dass es sehr sinnvoll war, dass die Bürgerinnen und Bürger gerade dort die Entscheidung an sich gezogen haben. 

 

Wir sehen mit großer Sorge, dass Teile des Gemeinderats mit Hilfe des Flächennutzungsplans schon wieder vorbereiten, sich über den klar geäußerten Willen der Bürgerinnen und Bürger hinweg zu setzen. Auch weil bei Abstimmungen über den Flächennutzungsplan die Befangenheitsregeln über Bebauungspläne nicht gelten, so dass über den Flächennutzungsplan auch diejenigen Gemeinderäte mit abstimmen konnten, die Interessen im Mittelgewann haben.

 

Wir freuen uns sehr über die vielen positiven Rückmeldungen engagierter Menschen – die viel mit dem „Weckruf“ Mittelgewann zu tun haben. Wir werden uns weiterhin mit ganzem Herzen für Bürgerbegehren einsetzen, wenn wir diese für sinnvoll halten. (uwa)

 

Energie CO2-neutral ­­– einige Antworten und viele neue Fragen

 

Artikel im der OGL im Mitteilungsblatt vom 24.01.2019

 

Bei unserer Veranstaltung am letzten Freitag waren etwa fast 30 interessierte Bürger*innen gekommen und erfuhren einiges über die innovative „Power-to-Gas“-Technik. Referent Peter Grohmüller warnte gleich zu Beginn seines Vortrages, dass die Zuhörer am Ende wahrscheinlich mit vielen neuen Fragen dastehen würden. Zuerst räumte Grohmüller mit der Vorstellung auf, Energie könne „erzeugt“ werden. Alle Energie auf der Erde stamme von der Sonne und werde nur umgewandelt. Pflanzen verwandeln mit Hilfe von Sonnenenergie das Kohlendioxid aus der Luft in Biomasse, die sich in Jahrmillionen zu Kohle, Erdgas und Erdöl verdichtet hat. Der Mensch verbrennt nun innerhalb weniger Jahrhunderte fossile Stoffe, die in Millionen Jahren von Pflanzen geschaffen wurden und lässt so den Kohlendioxidgehalt der Luft und damit die Temperaturen rasch ansteigen.

 

Der Charme der Power-to-Gas-Methode besteht darin, dass man damit Energie aus Sonne und Wind in die hochwertigen Energieträger Methan oder Wasserstoff umwandeln kann, wobei Methan den Vorteil hat, leicht transportabel und lagerfähig zu sein. Es kann auch einfach in das ausgedehnte Erdgasnetz eingespeist und unmittelbar als Treibstoff für Autos und LKW genutzt werden. Mit der Energie der Sonne kann so Kohlendioxid aus der Luft in einen praktischen Energieträger gespeichert werden, bei dessen Verbrennung nur ebenso viel CO2 entsteht, wie zuvor der Luft entnommen wurde.

 

Ob allerdings so der gewaltige Energiehunger der wachsenden Menschheit so gestillt  werden kann, zweifelte Altgemeinderat Spiridon Antoniou an. Ein anderer Gast wandte ein, dass der Wirkungsgrad der Methode noch gering sei. Auf diese Kostendiskussion wollte sich Grohmüller aber nicht einlassen und belegte, dass auch die konventionelle Stromproduktion Milliarden an Subventionen frisst und die drohenden Kosten des Klimawandels unkalkulierbar sind. Für ihn ist es die Stromerzeugung in profitorientierten privatwirtschaftlichen Unternehmen, die der Energiewende im Weg steht.

 

Für die OGL war der Vortrag auch eine Anregung, über eine Umsetzbarkeit dieser Technik im lokalen Rahmen nachzudenken, etwa in kombinierten Solaranlagen und Blockheizkraftwerken. (WH)

 

Biologische Vielfalt – Ein Vorschlag an die Gemeinde

Artikel der OGL im Mitteilungsblatt vom 30.01.2019

Das Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt e.V." ist ein Zusammenschluss von im Naturschutz engagierten Kommunen in Deutschland. Es stärkt die Bedeutung von Natur im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen und rückt den Schutz der Biodiversität in den Blickpunkt.  Die Zukunftsvision des Bündnisses sind Kommunen als hochwertiger Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. 167 Gemeinden von der Nord- und Ostsee bis zu den Alpen haben sich zu diesem Bündnis zusammengeschlossen. Es bietet die Möglichkeit, als Kommune positiv auf sich aufmerksam zu machen. Als Plattform für interkommunalen Austausch und Kooperationen, bietet kommbio Kontakte und Ansprechpartner*innen rund um den kommunalen Naturschutz. Es informiert seine Mitglieder über aktuelle Entwicklungen im kommunalen Naturschutz und zeichnet jedes Jahr besonders innovative Naturschutzprojekte in den Mitgliedgemeinden aus.

 

2018 erhielt z.B. Karlsruhe der „Naturschutzpreis“ für seine hervorragende pädagogische Arbeit mit Kindern. Aus der Begründung: „Im Rahmen des Projekts „Schüler/innen erleben Naturschutz“ vermittelt die Stadt Karlsruhe Viertklässlern seit 2004 Umweltwissen in Kombination mit Naturerfahrung. In mittlerweile 17 Grundschulen findet jährlich eine Unterrichtseinheit zu Themen wie Landschaftsgeschichte oder Biotoppflege eines nahegelegenen Naturschutzgebiets statt. An einem Folgetag besuchen die Kinder das jeweilige Gebiet, leisten dort Pflegearbeiten und lernen heimische Pflanzen und Tiere kennen.“ 

 

Wir finden, die Gemeinde Edingen-Neckarhausen täte sich einen großen Gefallen, wenn Sie diesem Bündnis beitreten und von seinem enormen Potential profitieren würde. Deshalb wird unsere Gemeinderatsfraktion einen entsprechenden Antrag einbringen.

 

Mehr Informationen unter: kommbio.de  (LR)

 

24 für Edingen-Neckarhausen

Artikel der OGL im Mitteilungsblatt vom 21.02.2019

Klima, Kultur, Energie, Natur, Mobilität, wohnen, lernen, gesund essen … — so vielfältig wie das Leben ist das Engagement unsere 22 Kandidat*innen und 2 Ersatzkandidat*innen für die Gemeinderatswahl. Wir kommen aus verschiedenen Altersschichten und Lebensumständen, und es eint uns ein Wunsch: Das Leben in Edingen-Neckarhausen mitzugestalten und ein wenig besser zu machen.

 

Denn es gibt viel zu tun in den nächsten Jahren: Die Schule muss saniert werden. Wir brauchen intelligente Lösungen für die Kinderbetreuung. Die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft muss vorangebracht werden. Die Verkehrs- und Energiewende muss lokal gestaltet werden. Und vieles andere mehr.

 

All das braucht Gemeinderätinnen und Gemeinderäte die klare Ziele vor Augen haben. Daher laden wir alle interessierten Bürger*innen ein, uns im Rahmen unserer Nominierungsveranstaltung kennenzulernen.

 

Sie findet am Freitag, den 22. Februar 2019 ab 19 Uhr im DJK-Clubhaus „Winzli“, in der Neckarstraße 45 in Neckarhausen statt.  (LR)