Wer wir sind und was wir wollen

Nächstes Treffen / Termine

Wir treffen uns wieder am:

Freitag, den 27. September 2019  um 19.00 in der Gaststätte „Friedrichshof“ in Edingen.  Wir freuen uns über interessierte Gäste und neue Mitstreiter.

Ausflug an die Bachstation

 

Am letzten Freitag startete die OGL zum wiederholten Male zu einem Ausflug zur Bachstation des BUND in Ladenburg. 15 Kinder radelten mit und genossen sichtlich den kleinen Abenteuerurlaub.

 

Bei einer kleinen Führung durch das Gelände unter Leitung des Ladenburger BUND-Vorsitzenden Alexander Spangenberg konnten die Kinder schon die neueste Attraktion des Geländes bewundern, einen kleinen Staudamm. Seit 2017 lebt ein Biberpärchen in Ladenburg, pflanzt sich fort und baut am Rombach Dämme. Gemeinderätin Birgit Jänicke erzählte den Kindern einiges über diese interessanten Tiere. Biber sind die größten Nagetiere der westlichen Hemisphäre, leben rein vegetarisch und sind hervorragend an das Leben im Wasser angepasst. Hauptnahrung der dämmerungs- und nachtaktiven Nager sind im Sommer Kräuter, Wasserpflanzen, Wurzeln und Sprossen. Im Winter wird auf Baumrinde als Hauptnahrung zurückgegriffen.

 

Biber sind die Baumeister unter den Säugetieren. Sie besitzen die einzigartige Fähigkeit, eine Gewäs-serlandschaft so zu verändern, dass sie ihnen langfristig Lebensraum bietet. Sie fällen Gehölze für ihren Dammbau und gestalten so die Landschaft in Auen um, die zahlreichen weiteren Tieren und Pflanzen neuen Lebensraum bietet. Der Biber galt seit 1846 durch intensive Nachstellung als ausgestorben, siedelte sich aber seit den 70er Jahren in der Schweiz und im Elsass und nun sogar vor unserer Haustür neu an. Die Kinder ließen sich inspirieren, erkundeten selbst den Bach und das Gelände und versuchten sich selbst am Bauen eines Staudamms.

Höhepunkt war natürlich das Lagerfeuer, an dem die Kinder sich an selbst zugeschnitzten Stöcken ein Stockbrot rösten konnten. Großer Dank gebührt dem BUND in Ladenburg, der dieses schöne Gelände pflegt und für solche Aktionen zur Verfügung stellt. (WH)

 

WWW und die Fakten

Die Bürgerinitiative „wir wollen wohnen“ fragt, wo denn die konstruktiven Vorschläge bleiben, mit denen Wohnbedarf in Edingen-Neckarhausen befriedigt werden könnte. Die von Grundeigentümern im Mittelgewann getragene Initiative bringt selbst dazu keine Vorschläge, schlägt aber verbal in ihrem letzten Artikel pauschal diffamierend auf die „Öko-Ecke“ ein und behauptet selbst im Besitz der richtigen „Fakten“ zu sein, während das „IPPC“ rein politisch agiere.IPPC ist die Bezeichnung für eine Richtlinie des EU-Parlamentes zur Umweltverschmutzung. Anscheinend verwechselt Herr Horch IPPCdies mit „IPCC“, dem Weltklimarat. Der IPCC wurde 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) als zwischenstaatliche Institution ins Leben gerufen, um für politische Entscheidungsträger den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Klimawandel zusammenzufassen mit dem Ziel, Grundlagen für wissenschaftsbasierte Entscheidungen zu bieten, ohne dabei Handlungsempfehlungen zu geben. 195 Regierungen sind Mitglieder des IPCC, darüber hinaus sind mehr als 120 Organisationen als Beobachter des IPCC registriert. Wie weit man den Berichten des IPCC trauen will, oder lieber den Interessenvertretern von www, bleibt jedem selbst überlassen.

 

Wieso damit erwiesen ist, dass die „Agenda 21“ mit ihrer Forderung nach Energiesparen, Umweltschutz und ökologischerer Landwirtschaft im Ansatz fehlerhaft ist, verstehen wir deshalb nicht. Auch nicht, warum die Befürchtungen der Menschen im Hinblick auf den drohenden Klimawandel als „Rumgenöle, Geplärre“ diffamiert werden müssen.

 

Zugegeben, die Konflikte zwischen Umwelt und dem Ressourcenverbrauch der Menschheit sind nicht einfach zu lösen. Aber Polemik auf der Grundlage von Missverständnissen hilft auch nicht weiter. (RS/WH)

 

Ferienaktion: Ausflug zur Bachstation

Wie schon im letzten Jahr veranstaltet die OGL auch in diesem Jahr wieder im Rahmen des Ferienprogramms einen Ausflug zur Bacherlebnis-Station des BUND Ladenburg. Termin ist Freitag der 6.September. Diesmal gibt es etwas Neues zu erforschen, nämlich die Biber, die sich am Losgraben und am Rombach angesiedelt haben.

 

Für das Spielen am und im Bach ist es empfehlenswert Gummistiefel oder Badeschuhe dabei zu haben. Wir fahren ab Rathaustreppe Edingen um14 Uhr mit Fahrrädern ab, nehmen ab etwa 14.15 Uhr die Neckarhäuser Kinder mit. Zurück geht es dann gegen 19 Uhr.

 

Ob es wieder ein Lagerfeuer mit Stockbrot gibt, hängt vom Wetter ab. Bei langer Trockenheit könnte das zu gefährlich sein.

 

Volksbegehren „Rettet die Bienen“ – was steckt dahinter?

Im Anschluss an die erfolgreiche Initiative in Bayern ist auch in Baden-Württemberg eine Bewegung entstanden, die sich unter der Überschrift „Rettet die Bienen“ für den Erhalt der Artenvielfalt und gegen das dramatische Artensterben einsetzt, das leider auch bei uns im Land zu verzeichnen ist. Die Bewegung wird jedoch nicht von allen unterstützt. Demeter ist dafür, Bioland sieht dagegen Probleme. Der Landesnaturschutzverband konnte sich noch nicht solidarisch erklären und die Grünen in Baden-Württemberg haben Bedenken. Was steckt nun genau hinter dem Volksbegehren, für das voraussichtlich ab nächsten Monat Unterschriften gesammelt werden sollen? Angestrebt wird ein Gesetz, mit dem fünf Bestimmungen im Naturschutzgesetz und zwei Paragraphen im Landwirtschaftsgesetz geändert werden sollen. Vorgesehen sind dabei Regelungen, die von vielen schon lange heiß ersehnt wurden und eigentlich überfällig waren. So würden unsere Streuobstbestände endlich unter gesetzlichen Schutz gestellt. Die Beseitigung von Obstbaumwiesen oder ihre erhebliche Beeinträchtigung wären künftig grundsätzlich verboten. Mittelgewann lässt grüßen! Auch der landesweite Biotopverbund bekäme endlich die ihm zukommende Bedeutung. Der Biotopverbund dient der Wiedervernetzung der Lebensräume, die durch die Zersiedelung und z.B. den Straßenbau zerschnitten wurden. Und wo stecken nun die Probleme? Diskussionsbedürftig ist sicher der Vorschlag, den Einsatz von Pestiziden in Naturschutz-, Landschaftsschutz- und ähnlichen Gebieten komplett zu verbieten. Wer dies zunächst als selbstverständlich ansieht, wird spätestens dann aufmerksam, wenn er feststellt, dass damit das Pestizidverbot auf landwirtschaftlich genutzten Flächen gegenüber bisher auf das Sechsfache ausgedehnt werden soll (von 75.000 ha auf 450.000 ha). und dass sogar Pestizide verboten werden sollen, die im ökologischen Landbau verwendet werden. Kritisiert wird auch, dass die Zielsetzung 50% Ökolandbau bis 2035 in der Vorlage enthalten ist (bisher wie Bayern: 30% bis 2030). Wie geht es nun weiter? Das Volksbegehren zielt auf eine Gesetzesänderung. Falls es Erfolg hat, wird sich daran also zunächst nur das übliche Gesetzgebungsverfahren anschließen. Mit allen Änderungsoptionen bei den Anhörungsverfahren, die mit dieser Maschinerie immer verbunden sind. Es ist daher auf jeden Fall richtig, sich für das Volksbegehren einzusetzen, und damit wenigstens ein Startsignal für die Erhaltung der Artenvielfalt auch bei uns in Baden-Württemberg zu ermöglichen (TH).

 

Mikroplastik in aller Munde

Artikel der OGL im Mitteilungsblatt vom 1.8.2019

Die Sprache treibt mitunter schon seltsame Blüten: „Fußballer fürchten um Kunstrasenplätze“ (Spiegel-Online, 21.07.), bzw. „Mikroplastik-Verbot bedroht“ diese (n-tv) oder sie sind gar  „gefährdet“ (Wirtschaftswoche).

 

Die Sorge konzentriert sich ganz auf den Kunstrasen, der die Sportler so weich fallen lässt, dabei böten die Analysen der EU eher den Anlass dazu, sich um die Gesundheit derer zu sorgen, die diese Plätze benutzen oder die Umwelt drumherum. Aktuell klagt ein Uhinger Bauer vor dem Baden-Württembergischen Umweltausschuss gegen den Bau eines Kunstrasenplatzes. Er befürchtet, dass durch die Ausbringung von 35 Tonnen Granulat und deren Verbreitung durch Wind und Regen die Erträge seiner umliegenden Felder schlicht wertlos werden.

 

Egal ob achtlos weggeworfenes Plastik oder gezielt für einen bestimmten Zweck ausgebrachtes Granulat, der sich mit der Zeit zersetzende Kunststoff wird immer kleiner und reichert sich früher oder später in Organismen an, das haben jüngste Untersuchungen klar bewiesen. Zurückholen werden wir die Mikropartikel nicht können. Was sie auf Dauer im Menschen bewirken werden wissen wir auch noch nicht. Zeit zu erkennen, dass wir, aus welchem Kalkül auch immer,  unnatürliche Dinge in die Umwelt bringen, die da nicht hingehören und dass wir dies in Zukunft besser bleiben lassen.

 

Horst Seehofer (CSU) wirbt übrigens als Sportminister für  „einen vernünftigen Ausgleich zwischen Umweltschutz und den berechtigten Interessen des Sports“, Gesundheit gehört da offenbar nicht dazu. Auch für das Bundesumweltministerium steht ein Verbot noch nicht fest. Alles wie immer also und es besteht noch Hoffnung für die herrlich flachen, immergrünen Kunststoffdeponien. Geht demonstrieren, Kinder!
Uns ist bewusst, dass auch in Edingen-Neckarhausen die Fußballer den Kunstrasen lieben, denn er ist unabhängig vom Wetter jederzeit bespielbar und leichter zu pflegen. Doch sollten uns vor allem die Gesundheit unserer Sportler und eine gesunde Umwelt wichtig sein. Deshalb wollen wir alle Alternativen genau prüfen, bevor ein neuer Kunstrasenplatz gebaut wird. (UD/WH)

 

 

Der Radschnellweg geht durch Edingen

Zum Projekt Radschnellweg Mannheim Heidelberg sind wichtige Vorentscheidungen gefallen, diese wurden im Rahmen eines „Projektbegleitkreises“ am 25.6. in Mannheim vorgestellt.

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Hier die Trassen, die zur Debatte standen:
Trasse 1: blau  Trasse 2: grün,  Trasse 3: rot
Links zu weiteren Informationen zum Thema: hier

Zukunftswerkstatt reloaded – OGL gründet Arbeitsgruppen

Nach der Sommerpause beginnt der neue Gemeinderat seine Arbeit und wenn die Gerüchte stimmen, erfahren wir dann auch endlich was die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt sind. Erstmals seit langer Zeit haben sich durch die letzten Wahlen alte Strukturen im Gemeinderat aufgelöst und es werden neue Formen der Kommunikation möglich sein, um für unsere Gemeinde eine gute Zukunft zu gestalten. Wir reagieren auf diese Chance, indem wir versuchen, unsere Arbeit in verschiedenen Themenfeldern besser und transparenter zu strukturieren.

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Lebendiger Neckar am 16. Juni – Gerd und Margret Brecht

Neuanfang im Gemeinderat

Die Wahl hat die Verhältnisse im Gemeinderat gründlich durchgerüttelt. Wir von der OGL gehen gestärkt aus der Wahl hervor und können mit einer starken und kompetenten Fraktion in das Gremium einziehen:

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Nach der Wahl

Artikel der OGL im Mitteilungsblatt vom 29.05.2015

Herzlichen Dank allen Wählern, die ihr demokratisches Recht ausgeübt haben und bei der Europawahl mit der hohen Wahlbeteiligung ein Zeichen gesetzt haben. Ob es bei den Kommunalwahlen für unsere Offene Grüne Liste Gewinne oder Verluste gegeben hat, wissen wir bei Redaktionsschluss noch nicht, auch nicht, wie sich die Kräfteverhältnisse im Gemeinderat entwickelt haben.

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Alles über unser Programm und unsere Kandidaten zur Gemeinderatswahl


WIE wollen wir wohnen?

Seit der vergangenen Woche liegt der Bebauungsplan „Wingertsäcker – Teiländerungsplan VI (Wiese)“ zur Einsicht aus (auch im Netz). Menschen, die sich für die Zukunftsentwicklung unserer Gemeinde interessieren, treibt es, je nach Naturell, die Tränen in die Augen oder die Zornesröte ins Gesicht.  

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Unsere Radtour zu den Biotopen am 5. Mai

Viel zu lernen gab es Anfang Mai bei der Radtour der OGL zu den Edinger und Neckarhäuser Biotopen. Es begann mit der physischen Erfahrung des Unterschieds zwischen Wetter und Klima, Statistik und Einzelereignis, an diesem eiskalten Sonntagmorgen im Wonnemonat Mai in Zeiten des Klimawandels.

Facettenreiche Kandidat_innenvorstellung der OGL in der gut besetzten Orangerie

 

Wach sein und dran bleiben; äußeres und inneres Klima; Menschen-Tiere-Pflanzen - das waren die zentralen Themen der kurzweiligen OGL-Kandidatenvorstellung am vergangenen Samstag in der Orangerie im Schlosspark Neckarhausen.

Moderiert von Ulf Wacker präsentierten sich am letzten Sonntag die Kandidaten und Kandidatinnen der OGL im lockeren Gespräch. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Helmut Knopf.

 

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Mobil auch ohne Auto? Am besten mit dem Rad!

In der öffentlichen Diskussion zeichnet sich deutlich ab, dass sich auch bei unserer Mobilität einiges ändern muss, wenn wir die Ziele im Klimaschutz erreichen wollen.

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Mittelgewann – sein Schutz endet schon im nächsten Frühjahr

Auf unsere Nachfrage bei der letzten Gemeinderatssitzung hat die Gemeindeverwaltung unsere Befürchtung jetzt offiziell bestätigt: die Sperrwirkung des Bürgerentscheides zum Schutz des Mittelgewannes endet bereits im Frühjahr nächsten Jahres...

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Allmende – was ist das? Ein spannender Vortrag mit Diskussion

Gemeinderat Rolf Stahl begann seinen Vortrag mit einer kleinen Anekdote: Ein über 90-jähriger Edinger antwortete auf die Frage, ob er etwas über die Allmende wisse, mit dem Satz: „Allmend – bald am End“ und erklärte dann, dass die Allmende noch bis 1947 in der Gemeinde den mittellosen alten Menschen dazu diente, sich noch etwas Gemüse für den Eigenbedarf anzubauen, wer also auf die Allmende angewiesen war stand meist kurz vor dem Ende.

 

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„Aktive Mobilität“ statt Blechlawinen

Sehr erfreulich war die Resonanz auf unsere Veranstaltung zur Mobilität am letzten Freitag. Es kamen viele Interessierte und es gab eine fruchtbare Diskussion zu dem spannenden Vortrag von Christian Irmisch, der .....

 

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OGL verabschiedet Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl

Auf der gut besuchten Nominierungsveranstaltung im DJK-Clubhaus „Winzli“ verabschiedete die OGL am vergangenen Freitag ihre Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl am 26. Mai. In altbewährter grüner Manier sind auf dieser Liste Männer und Frauen gleichermaßen und in abwechselnder Reihenfolge vertreten.

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Von der Notwendigkeit einer ökologischen Landwirtschaft

Zur Erhaltung unserer Artenvielfalt von Insekten und Vögeln brauchen wir mehr ökologische Landwirtschaft. Unsere Landwirte in Edingen-Neckarhausen scheinen noch nicht recht davon überzeugt.

 

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Neu-Edingen lebt!

Artikel der OGL im Mitteilungsblatt vom 7.2,2019

 

Die Gemeinde will im nächsten Jahr 100.000 € für Spielplätze ausgeben. Die OGL begrüßt diesen familienfreundlichen Ansatz. Jetzt plant die Gemeinde die Überbauung des Spielpunktes in der Lilienstraße. Das passt nicht zusammen und würde einen strukturschwachen Ortsteil weiter entwerten.

 

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Was macht eigentlich – das Klimaschutzkonzept für Edingen-Neckarhausen?

Die OGL hatte sich für ein Klimaschutzkonzept und die Einstellung einer Umweltbeauftragten eingesetzt. Doch wie geht es nun mit dem Klimaschutz voran?