Ein innovatives Verkehrskonzept für Neckarhausen Nord!

Artikel der OGL im Mitteilungsblatt vom 10.06.2020

Die Gestaltung eines größeren Wohngebietes durch einen Bebauungsplan wirkt sich sehr vielfältig auf die Lebensqualität der BewohnerInnen, das soziale Zusammenleben, die Umwelt und den langfristigen Verbrauch von Ressourcen aus.

Ein Thema unter vielen ist der Verkehr: Wie viel Platz nimmt der „ruhende Verkehr“ ein? Wie stark belastet der fließende Verkehr die Anwohner durch Lärm, Gestank und Feinstaub? Wie angenehm ist es, sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Straßen zu bewegen? Wie gelangen die Bewohner schnell und bequem zum Arbeitsplatz, zu Einkaufsmöglichkeiten und zu Erholungsgebieten?

Wenn tatsächlich je Wohneinheit zwei Autostellplätze nicht nur bereitgestellt, sondern auch benutzt werden, wird sich die Verkehrsbelastung in Neckarhausen noch einmal deutlich erhöhen.

Uns liegt daran in einem neuen Wohngebiet den Bewohnern nicht zum häufigen Gebrauch von Autos zu nötigen, sondern die Fortbewegung zu Fuß und mit dem Fahrrad zu einem Genuss zu machen und für weitere Fahrten eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel zu gewährleisten.

Deshalb fordern wir, dass die Verwaltung zusammen mit dem Gemeinderat für das neue Quartier ein Mobilitätskonzept erarbeitet, bevor die Planungen abgeschlossen werden. Das kann auch günstige Auswirkungen auf die benachbarten Wohngebiete und unsere Gemeinde insgesamt haben, die sich damit dem in der Zukunftswerkstatt erarbeiteten Leitbild ein wenig mehr annähern würde. Dazu reichen wir einen Antrag ein.

In diesem Leitbild heißt es u.a.: „In Edingen-Neckarhausen wird die Belastung durch privaten und gewerblichen Kraftfahrzeugverkehr vermieden und auf ein geringes Maß reduziert.“

„Die Gemeinde Edingen-Neckarhausen ist eine Fahrradgemeinde, in der die Bedürfnisse der Radfahrer_innen mit der gleichen Priorität behandelt werden wie die der Kraftfahrzeugführer_innen.Die Bevölkerung erledigt immer mehr per Fahrrad.“ (wh/lr)