Die Liebe zum Gemüse

 

Der Frühling kommt und die Hoffnung wächst, dass sich auf dem Feld der Landwirtschaft etwas tut zugunsten von Ökologie, Artenschutz und Klima. Unsere Landwirte scheuen sich ein wenig, selbst in Sachen „Bio“ aktiv zu werden, stellen aber Flächen für Gruppen und Einzelpersonen zur Verfügung, die mit ökologischem Gartenbau und solidarischen Verteilungsmodellen experimentieren. So können Erfahrungen gemacht und neue Wege erprobt werden. Erwähnen wollen wir da die „Freizeitfarmer“ um Richard Bleil in Neckarhausen, den „Waldgarten“ gleich nebenan, die „Gemüseliebe“ neben dem „Junkershof“ von Silke und Georg Koch, EDGA beim Wasserturm in Edingen und die ebenfalls am Ergelweg gelegene „Mikrolandwirtschaft“. In Neu-Edingen gärtnert der Jazzmusiker Johannes Stange.

 

EDGA, Johannes Stange und die „Gemüseliebe“ bieten eine wöchentliche Gemüselieferung im Abo an. Das Abo-Modell mindert für die Gärtner das wirtschaftliche Risiko bei widrigem Wetter und Ernteverlusten und bietet den Abonnenten dennoch faire Preise und eine saisonal abwechslungsreiche Palette von Gemüsesorten.

 

Auf dem Feld der „Gemüseliebe“ zwischen dem Junkershof und dem Wiesenkindergarten bereiten Macarena und Niko die neue Saison vor. Da sind auch schon kleine Salatpflänzchen aufgegangen und der Schnittlauch vom letzten Jahr steht in grüner Pracht da. Die beiden betreiben dieses Projekt nebenberuflich, aber mit vollem Einsatz und viel Liebe. Macarena ist hauptberuflich Biologin und Niko IT-Fachmann. Es geht ihnen um das Gemüse und ganz besonders um den Erhalt von Bodenqualität und Artenvielfalt. Wechselnde Kulturen halten den Boden bedeckt, bewahren Feuchtigkeit und reichern wertvolle Nährstoffe an. Marienkäfer halten die Blattläuse in Schach. Das Gemüse ist besonders aromatisch und gesund. Durch das Abo lernt man manches Neue kennen und kochen, sogar Rezepte werden mitgeliefert.

 

Am Ostersamstag, dem 8. April lädt die Gemüseliebe zwischen 10 und 14 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein, wo man sich, bei Kaffee und Macarenas argentinischer Tarta, Bilder von typischen Ernteanteilen anschauen und mit den Initiatoren sprechen kann. Ein Spaziergang dahin lohnt sich bestimmt. (WH)

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