WWW und die Fakten

Die Bürgerinitiative „wir wollen wohnen“ fragt, wo denn die konstruktiven Vorschläge bleiben, mit denen Wohnbedarf in Edingen-Neckarhausen befriedigt werden könnte. Die von Grundeigentümern im Mittelgewann getragene Initiative bringt selbst dazu keine Vorschläge, schlägt aber verbal in ihrem letzten Artikel pauschal diffamierend auf die „Öko-Ecke“ ein und behauptet selbst im Besitz der richtigen „Fakten“ zu sein, während das „IPPC“ rein politisch agiere.IPPC ist die Bezeichnung für eine Richtlinie des EU-Parlamentes zur Umweltverschmutzung. Anscheinend verwechselt Herr Horch IPPCdies mit „IPCC“, dem Weltklimarat. Der IPCC wurde 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) als zwischenstaatliche Institution ins Leben gerufen, um für politische Entscheidungsträger den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Klimawandel zusammenzufassen mit dem Ziel, Grundlagen für wissenschaftsbasierte Entscheidungen zu bieten, ohne dabei Handlungsempfehlungen zu geben. 195 Regierungen sind Mitglieder des IPCC, darüber hinaus sind mehr als 120 Organisationen als Beobachter des IPCC registriert. Wie weit man den Berichten des IPCC trauen will, oder lieber den Interessenvertretern von www, bleibt jedem selbst überlassen.

 

Wieso damit erwiesen ist, dass die „Agenda 21“ mit ihrer Forderung nach Energiesparen, Umweltschutz und ökologischerer Landwirtschaft im Ansatz fehlerhaft ist, verstehen wir deshalb nicht. Auch nicht, warum die Befürchtungen der Menschen im Hinblick auf den drohenden Klimawandel als „Rumgenöle, Geplärre“ diffamiert werden müssen.

 

Zugegeben, die Konflikte zwischen Umwelt und dem Ressourcenverbrauch der Menschheit sind nicht einfach zu lösen. Aber Polemik auf der Grundlage von Missverständnissen hilft auch nicht weiter. (RS/WH)