Gute und schlechte Nachrichten

 

Die gute Nachricht zuerst: Unserem Bürgermeister und der Verwaltung danken wir von Herzen, dass uns unsere Fähre erhalten bleibt. Die private Fährgemeinschaft musste nämlich zu dem traurigen Beschluss kommen, den Betrieb zum April nächsten Jahres einzustellen. Dank der schnellen, effizienten und beherzten Arbeit unseres Bürgermeisters wurde der Grundstein dafür gelegt, dass der Fährbetrieb weitergeht: Einstimmig hat der Gemeinderat auf Vorschlag der Verwaltung den Ankauf der Fähre und die Einstellung des notwendigen Personals dafür beschlossen. Besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Fährgemeinschaft, die uns durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihrer freundlichen Art rund um’s Jahr, bei Wind und Wetter, einen kleinen Urlaub schenkt. Die Fähre ist nicht nur ein praktisches und ökologisches Transportmittel, das uns mit Ladenburg verbindet, sondern auch ein Mittel der Entschleunigung in unserer schnelllebigen Zeit. Ein weiterer und ganz großer Glücksfall ist die Übernahme des historischen Fährhäuschens. Bisher hat es vorwiegend als Geräteraum gedient, nun aber bieten sich neue Nutzungsmöglichkeiten, die in vieler Hinsicht gewinnbringend sein können. Liebend gerne würden wir uns bei der Bildung eines Fördervereins einbringen, um neues Leben in das charmante, alte Gemäuer zu bringen. Unter Einbeziehung des wunderschönen Außenbereichs könnte ein Treffpunkt und ein Ort zum Verweilen entstehen. Gemütliche Sitzecken am Fluss, die bei Kaffee und Kuchen zu einem Plausch einladen. Kleine Stehtische, an denen in der kalten Jahreszeit heißer Apfelsaft und Punsch zum Aufwärmen und zur Geselligkeit einladen. Ein solch außergewöhnlicher, naturnaher Platz in fantastischer Lage mit toller Aussicht wird nicht nur viele Leute auf’s Rad oder auf Schusters Rappen bringen, sondern sicher auch eine Menge von radelnder Menschen aus der Region anziehen, die bisher unsere Neckarseite „links“ liegen ließen. Wir freuen uns sehr darauf, uns mit großem Elan und vielen Visionen einbringen zu dürfen! Auch erfreulich und zugleich ein Gewinn für den Erhalt unserer Natur ist die Entscheidung des Gemeinderates, unser idyllisches Mittelgewann zu schonen und seine Überplanung von noch im letzten Jahr beschlossenen 7,5 auf 4,2 Hektar zu reduzieren. Wir danken an dieser Stelle Dr. Edgar Wunder von der Fraktion „Die Linke“ für seinen Antrag und die einvernehmliche Zusammenarbeit und der Fraktion der UBL/FDP/FWV, die ihre Haltung aus dem letzten Jahr bei der Abstimmung beibehalten hat. Damit konnten sich die neuen Mehrheitsverhältnisse nach der letzten Kommunalwahl schon sehr positiv auswirken!

 

Nun leider die schlechte Nachricht: Wie bereits in den örtlichen Tageszeitungen zu lesen war, wird Ulf Wacker nicht mehr unserer Fraktion angehören, sondern bis auf Weiteres künftig selbstständig im Gemeinderat arbeiten. (BJ/TH).