Verbraucher denken um: Regional ist gut – Regional + Bio wäre noch besser

Artikel der OGL im Mitteilungsblatt vom 27. Februar 2020

Unsere Landwirte fordern ordentliche Preise für ihre Produkte, sagen uns aber, die Produktion von Bio-Produkten lohne sich nicht. Eine Steigerung des Bio-Anteils in der Landwirtschaft auf 30 Prozent sei unrealistisch, da sich diese Waren nicht absetzen ließen.

 

Viele Menschen in unserer Gemeinde schätzen die Produkte aus den Bauernläden, die überwiegend regional produziert werden und, wie etwa die Eier aus Freilandhaltung, auch dem Tierwohl dienen. Wir freuen uns darüber hinaus, dass regionale Produkte verstärkt den Weg in die Supermärkte finden, wie z.B. Edeka.

 

Auch Bio-Produkte erfreuen sich steigender Beliebtheit. Im Fair-und-quer-Laden in Wieblingen trifft man häufig Kunden aus Edingen-Neckarhausen, ebenso in den Bio-Läden in Mannheim und Heidelberg. Auch die Supermärkte bieten immer mehr Bio-Ware an. Der Trend ist eindeutig: In Deutschland ist der Bio-Umsatz von 2 Prozent im Jahr 2000 auf derzeit 12 Prozent gestiegen. In jeweils 10 Jahren hat sich der Umsatz verdoppelt. Die Nachfrage steigt, aber auf der Angebotsseite tritt die Lobby der landwirtschaftlichen Industriebetriebe auf die Bremse. Die Gießkannensubventionen der EU fördern vor allem die Fläche , also die Großbetriebe. Warum unsere lokalen Landwirte mit viel kleineren Flächen glauben, dass sie die gleichen Interessen wie diese Betriebe haben, bleibt uns ein Rätsel.

 

Wir sind bereit uns an „blühenden Streifen“ zu beteiligen, wenn das die Artenvielfalt schützt, aber viel lieber würden wir Umweltgifte vermeiden, indem wir regional produzierte Bio-Lebensmittel kaufen. Am liebsten direkt im Hofladen in Anerkennung der Leistung der lokalen Landwirte! (WH)