Der Radschnellweg geht durch Edingen

Artikel der OGK im Mitteilungsblatt vom 4.7.2019

Zum Projekt Radschnellweg Mannheim Heidelberg sind wichtige Vorentscheidungen gefallen, diese wurden im Rahmen eines „Projektbegleitkreises“ am 25.6. in Mannheim vorgestellt. Neben Akteuren aus Politik, Umweltverbänden und Landwirtschaft waren außerdem die beteiligten Gemeinden  durch „Zufallsbürger* innen“ vertreten. Es wurden drei Vorzugsvarianten für den Radschnellweg erarbeitet. Die Varianten der Wegführung wurden anhand von Bewertungskriterien wie Verkehr, Umwelt und Kosten überprüft. Dabei gab es teilweise hohes Konfliktpotential.

 

Die Variante 1 war die konfliktstärkste Streckenführung. Von Mannheim direkt über Friedrichsfeld nach HD-Wieblingen. Hier gab es den größten Flächenbedarf und Eingriffe in Privatgrund, Eingriffe in Flora-Fauna-Habitat-Gebiete.  Diese Variante wurde nicht mehr weiterverfolgt.

Die Variante 2 (südlich des Neckar über Seckenheim und Edingen-Neckarhausen) war zwar konfliktarm, aber ohne Ausnahmen und Eingriffe in prioritäre Lebensräume im FFH-Gebiet und Eingriffe in Lebensstätten des Feldhamsters nicht umzusetzen.

Die Variante 3 (über Ilvesheim, Ladenburg) wurde mit den geringsten Konflikten vorgestellt, u.a. mit dem geringsten Flächenverbrauch.

 

Die Vorentscheidung fiel nun für eine Kombilösung, die zunächst Variante 3 folgt über Feudenheim, Ilvesheim, dann über die noch zu bauende Neckarbrücke und L597 in Richtung Seckenheimer Hauptstraße. Dann folgt sie in etwa der RNV-Linie 5 durch Edingen und Wieblingen nach Heidelberg.

 

Dieser Verlauf erscheint zunächst verrückt. Kein Radfahrer würde so fahren, da das große Z mit der Neckarquerung ein großer Umweg wäre. Doch wenn man den neuen Schnellweg als Ergänzung und Verstärkung des bestehenden Radwegenetzes begreift, könnte es dennoch ein Gewinn werden. Wer von Mannheim nach Dossenheim oder ins Neuenheimer Feld will, der folgt dem Schnellweg bis Ilvesheim und fährt dann weiter über die bisher schon gute Verbindung über Ladenburg nach Heidelberg.

 

Wer von Wieblingen oder Heidelberg-Innenstadt nach Mannheim will, folgt ab Seckenheim weiter den Wegen links vom Neckar. (Wo allerdings auch mit geringen Mitteln eine Verbesserung zu erreichen wäre.) Eine Fahrradautobahn wird das nicht, schon weil auch immer wieder Querungen mit dem Autoverkehr vorkommen, aber in einigen Bereichen werden Radwege deutlich verbessert und entschärft.

Der genaue Verlauf durch die Edinger-Neckarhauser Gemarkung steht noch nicht fest, insbesondere der Verlauf über den Stangenweg oder parallel dazu ist noch unklar. Da steht noch viel Feinarbeit an. Eine deutliche Verbesserung für unsere Gemeinde ist das auf jeden Fall. Wir müssen aber weiter die Verbesserung der Radwege und Radabstellplätze in unserer Gemeinde unabhängig von der Debatte um den Radschnellweg vorantreiben damit die Verkehrswende gelingt. (WH)

Infoveranstaltung zum Radschnellweg

Bei einer weiteren Veranstaltung  am 24. Juli, 18 Uhr (Einlass 17 Uhr)  in der Kulturhalle in Mannheim-Feudenheim wird das Projekt im Detail öffentlich vorgestellt..

Link zur Infoseite zum Radschnellweg

Link zur Stellungnahme des VCD (Verkehrsclub Deutschland)

Radparade zum Radschnellweg

Am 14. Juli findet eine Rad-Demo zum Thema Radschnellweg von Heidelberg nach Mannheim statt.

Hier ein Link zu der Veranstaltung des ADFC:

https://radparade-heidelberg.weebly.com/