Neuanfang im Gemeinderat

Artikel der OGL im Mitteilungsblatt vom 6.6.2019

Die Wahl hat die Verhältnisse im Gemeinderat gründlich durchgerüttelt. Wir von der OGL gehen gestärkt aus der Wahl hervor und können mit einer starken und kompetenten Fraktion in das Gremium einziehen: Mit Anne Heitz und Birgit Jänicke ist es uns gelungen, Frauen nicht nur auf der Liste gut zu platzieren, sondern auch in den Gemeinderat zu bringen. Darüber sind wir sehr froh. Anne Heitz konnte in ihrer kurzen Zeit als Nachrückerin viele Sympathien gewinnen und wurde sogar zur „Stimmenkönigin“ unserer Fraktion. Auch Rolf Stahl hat in kurzer Zeit ein starkes Profil entwickelt und steht als Initiator der „Ökostromer“ für konsequenten Klimaschutz. Thomas Hoffmann ist als Fraktionssprecher und ausgewiesener Fachmann in Sachen Umwelt- und Naturschutz schon seit einiger Zeit eine wichtige Stimme im Gemeinderat. Mit Birgit Jänicke bekommen wir eine weitere engagierte Streiterin für die Natur in unser Team, die nicht nur für ihre Herzenssache eintritt, sondern auch leidenschaftlich den Dialog mit Andersdenkenden sucht. Sie wird sich auch besonders für ihren Ortsteil Neu-Edingen einsetzen. Und Ulf Wacker ist vielen Bürgerinnen und Bürgern schon als profilierter Gemeinderat und Bürgermeisterkandidat bekannt, der mit allen Ortsteilen emotional verbunden ist und ihre Besonderheiten zu schätzen weiß.

 

Auf unseren Senior Gerd Brecht werden wir im neuen Gemeinderat verzichten müssen, er macht nach 35 Jahren bewusst Platz für den „Nachwuchs“, wobei der Generationenwechsel bei uns wie auch bei den anderen Fraktionen noch weiter eine zu lösende Aufgabe ist. So verständlich es ist, dass die Wählerinnen und Wähler erfahrenen Gemeinderäten den Vorzug geben, so ist es doch schade, dass nur wenige der jungen KandidatInnen es in den Gemeinderat geschafft haben.

 

Bei den neuen Mehrheitsverhältnissen gibt es keine dominierende Partei oder „GroKo“ mehr, die sich mit bloßer Stimmenmehrheit durchsetzen kann. Da ist Dialog und Kompromissbereitschaft gefragt, und das ist auch gut so.

 

Wir sind entschlossen, für eine Priorität des Klimaschutzes mit allem was dazugehört (Verkehrswende, nachhaltiges Bauen, Ökologisierung der Landwirtschaft … ) einzutreten und wollen dafür einschneidende Veränderungen vorantreiben. Wir wissen, dass dazu viel Überzeugungsarbeit nötig ist. Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger gewinnen und möglichst alle mitnehmen. (WH)