Mittelgewann: Entscheidung gegen den ausdrücklichen Willen des Gemeinderates

 Artikel der OGL im Mitteilungsblatt vom 5.März 2020

Trotz unseres Brandbriefes an den Vorsitzenden des Nachbarschaftsverbandes Heidelberg Mannheim, über den auch in der Rhein-Neckar-Zeitung und im Mannheimer Morgen ausführlich berichtet wurde: die Verbandsversammlung hat letzten Montag gegen die Stimmen von Bürgermeister Michler und Gemeinderat Helmut Koch entschieden, dass für unser Mittelgewann eine Bebauung mit einem Umfang von 7,5 ha im Flächennutzungsplan vorgesehen wird. Dabei war bekannt, dass unser Gemeinderat am 23.10.2019 einen für alle Beteiligten tragfähigen Kompromiss mit einer bebaubaren Fläche von 4,2 ha beschlossen hatte. Diese Missachtung des eindeutigen politischen Willens unserer Gemeinde, der ja auch durch den erfolgreichen Bürgerentscheid bekundet wurde, ist sehr bedauerlich. Nicht nachvollziehbar ist dabei auch die in der Versammlung geäußerte Begründung, weshalb dem Antrag der Gemeinde nicht gefolgt wird: danach hätte nämlich das Verfahren zum Teil wiederholt werden müssen. Welchen Sinn hat aber die Veröffentlichung von Planunterlagen mit der Aufforderung, dazu Stellung zu nehmen, wenn Änderungswünsche aus formalen Gründen nicht berücksichtigt werden, weil sie einen weiteren Verfahrensschritt zur Folge hätten? Auch wenn die Unterlegenen damit „getröstet“ wurden, dass die Bebauung unseres Kleinodes nach dem Flächennutzungsplan erst ab dem Jahre 2030 ermöglicht wird – es bleibt ein sehr ungutes Gefühl. Wir werden die Entwicklung jedenfalls weiterhin sehr aufmerksam beobachten und begleiten. (TH)