Fünf Bügel zum Glück

Artikel der OGL im Mitteilungsblatt vom 5.06.2020

Radfahrende sind ja so einfach zufrieden zu stellen. Einige solide Bügel als geeignete Anlehn- und Anschlussmöglichkeit, so jetzt neu am Messplatz in Edingen, fertig ist der Radhimmel. Ein sehr guter Anfang, über den wir uns ausdrücklich freuen. Wir hoffen sehr, dass schon bald an infrastrukturell sinnvollen Orten in unserer Gemeinde weitere Bügel folgen.

Im Januar hatte die OGL den Antrag in den Gemeinderat eingebracht. Das Ziel war und ist, wenn man so will, ein Radnetz für den ruhenden Verkehr. Radfahrenden einen Parkplatzkomfort bieten, der für Automobilisten schon immer selbstverständlich ist. Nah am Zielort parken, auf einer dafür eigens vorgesehenen Fläche. Fürs Rad braucht es noch einen stabilen Bügel, der Beschädigungen und Diebstahl verhindert. So werden Besorgungen per Rad im Ort bequem und auch für Neuradler attraktiv.

 

Dem folgen kann dann ein systematischer Radnetzausbau für den fließenden Radverkehr. Und dieses „RadNetz" sollte dann bitte nicht aus hier und da aufgepinselter weißer Farbe bestehen. Dort wo die Räume, die sich Radler und Fußgänger teilen sollen, ohnehin schon viel zu eng sind, dort wo die Wegebeschaffenheit so unverändert schlecht ist, sind die RadNetz-Symbole einfach nur ein Etikettenschwindel. Radfahrende sind vielleicht einfach zufrieden zu stellen, aber ganz bestimmt nicht mit schönem Schein.

Der Radverkehr braucht vielmehr durchdachte bauliche Anpassungen. Die Sichtbarkeit und Sicherheit der Radfahrenden und Fußgänger muss sich erhöhen, speziell an Kreuzungen und Einmündungen und speziell beim Zusammentreffen mit Automobilisten. Wir werden hierzu weitere Vorschläge erarbeiten.

 

Es ist noch viel Luft nach oben. Je mehr Menschen aufs Rad umsteigen, desto offener treten viele Unzulänglichkeiten zu Tage. Eingefleischte oder frisch Radfahrende, lasst uns den Verkehrswandel vorantreiben und mit den Pedalen abstimmen, wie es weiter gehen soll! (UD)