„Aktive Mobilität“ statt Blechlawinen

 

Sehr erfreulich war die Resonanz auf unsere Veranstaltung zur Mobilität am letzten Freitag. Es kamen viele Interessierte und es gab eine fruchtbare Diskussion zu dem spannenden Vortrag von Christian Irmisch, der mit der Erfindung der Dampfmaschine begann und schnell zu den Problemen der heutigen Zeit kam. Wird auch heute wieder nur an das technisch Machbare gedacht und nicht an Nachhaltigkeit? Nach seiner Ausführungen beruhte die Entwicklung des Straßenverkehrs in der heutigen Form auf falschen Annahmen. Zum Beispiel: Ressourcen an Energie und Rohstoffen seien unbeschränkt verfügbar. Oder: die Verbrennung beliebiger Mengen an fossilen Treibstoffen sei unschädlich  für Mensch und Atmosphäre. Heute wissen wir es besser – und dennoch bewegt sich zu wenig. Als Ingenieur erläuterte er uns folgende einfache und zugleich sehr interessante Erkenntnis: es ist wie beim Wasser oder beim Strom: die Menge des fließenden Verkehrs hängt vom Widerstand der Straße ab. Wird der Widerstand verringert, fließt auch mehr Verkehr! Was schließen wir daraus? Wird der Straßenraum knapper und der Autoverkehr erschwert und damit der Widerstand vergrößert, werden auch andere Lösungen angenommen. Dann ist die Bereitschaft zur eigenen „aktiven Mobilität“ (z.B.: Rad fahren) oder zur Nutzung des ÖPNV deutlich höher. Er nannte ein Beispiel aus Utrecht, wo Wohngebiete mit dem Ziel konzipiert werden, dem Rad- und Fußverkehr weitgehend Vorrang einzuräumen. Auch beim anschließenden Gespräch haben wir viel gelernt. Man könnte fast sagen: zusätzlich zu unserem sehr guten Klimaschutzkonzept bräuchten wir eigentlich auch ein eigenes „Mobilitätskonzept“ für unsere Gemeinde. Die Präsentation zum Thema ist auf unserer Homepage zu finden. (TH).

 

Hier können Sie die Präsentation zum Vortrag herunterladen.
Denkzettel Mobilität Web.pdf
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